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•••Ⓚontakt

Die Bewegung 4. Juni

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Reflexion (Pt. 10)


... diese Bewegung existiert nicht, zumindest nicht das ich wüsste, nicht in Germony-United, das doch wie ganz Europa eher eine Republik der Regionen werden sollte, als der der Staaten, was es bis dato und de facto ist.* Um den Nachsatz noch ein wenig auf die Spitze zu treiben, hat dieser Länderbund at least in den letzten 20+X Jahren - und in meinen Augen - komplett (politisch) versagt, wenn noch nicht heute in allen Zügen absehbar, dann wird das sicherlich in einer Generation nach mir sehr offenkundig sichtbar werden und sein. Um mit der geborgten Stimme eines alten, weißen Mannes [der ich nicht bin] zu sprechen: Es kann (einem) "ja eigentlich" total egal sein. 
Auf der anderen Seite ist eines seit Jahrzehnten gut und richtig gelaufen, zumindest in den Ansätzen: Die EWE bzw. ECU (Europäische Währungseinheit / European Currency Unit), die es übrigens schon gab, als die Schöpfung meinerseits erst erdacht wurde (1979), und die als Währungsrechnungseinheit der Ländergemeinschaft galt, bis... [dieser Satz bleibt für den Einfachsprech unvollendet, genau wie der gesamte Absatz in der Art genüge tut, denn ich trage ungern (derlei) Geschichtswissen nach].
Wie auch immer, gesetzt den Fall, sollte mich einer heute fragen wie ich zum physisch-mutierten Nachfolger (dem Euro als Münz- und Scheingeld/Buchgeld [nicht falsch verstehen] - Geburt: 1999, Erscheinung 2002 [Formulierung: sic!]) stünde, würde ich entgegnen: Wer den Euro nicht als reale Fiatwährung will, der gehört auch nicht zur Europäischen Union; oder andersherum: Wer in die Union will, muss als allererstes seine Landeswährung verwerfen und den Euro als (alleiniges) Zahlungsmittel einführen. Das ist radikal, jedoch ist der Euro die Wurzel Europas, die manche Staaten (bedauerlicherweise) nach so langer Zeit immer noch nicht bei sich gefunden haben [- und das darf durchaus auch als gesellschaftliche Kritik betrachtet werden (s. Tschechien bspw.)].  

Wenn es also eine Bewegung geben sollte, dann würde ich die des 1. Januars vorschlagen, denn mit dem kalendarischen Neujahrsbeginn sind statistisch betrachten wohl ein Gros aller Änderungen der Moderne, insbesondere der Postmoderne, eingetreten. Ich lehne mich selten aus dem Fenster, jedoch würde ich hier liebend gerne die Behauptung in den Raum stellen wollen, dass die allermeisten dieser Neuerungen zu Anfangs und darüber hinaus (vielleicht auch niemals) positiv aufgefasst wurden; eine geringe Anzahl von Ausnahmen bestätigen die leidige und offen nicht niedergeschriebene Regel der Neuregelungen. Wer Diskrepanzen oder gar Verschwörungen sucht, findet hier oft einen passenden Anlass. 

Der Hintergrund meiner Worte liegt an einer am vergangenen Dienstag erhaltenen E-Mail mit ein paar eingehenden Erwähnungen, u. a. dieser, dass es tatsächlich einmal eine "Bewegung 2. Juni" gab, unter dessen "Mitgliedern" der heute mitunter bekannte Peter-Paul Zahl zählte. Der Schreiberling der elektronischen Mitteilungen, der mit Zahl befreundet war, lies mir verlauten, dass er (seiner) "Bewegung 4. Juni" angehöre [und die indes rein nichts mit der o. e. Vereinigung zu tun hat], gut möglich weil das Datum auch seinen Tag der Geburt vor 65 Jahren darstellt. Mit Geburtstagen an sich habe ich ja nicht so viel zu schaffen (und das war eine Untertreibung). Ich bin ein offener Befürworter der Schöpfung durch Zeugung (und nicht durch die Geburt), was sich für den ein oder anderen ein wenig maskulinistisch anhören könnte. Es folgt jetzt keine Gegenargumentation, sondern eher ein Tipp für eigene Studien: Man lese sich den Schöpfungsbericht durch, ob in der Bibel, Tora oder im Koran. Alle drei Abhandlungen haben hier mehr gemein als man (gemeinhin) denkt: Es geht ausschließlich um die Erschaffung, vom Lebensraum an sich über die Beschaffenheit dessen (Bäumen/Pflanzen) bis hin zu (den Bewohnern, den) Vögeln, Fischen, Säugetieren und natürlich dem ersten Menschenpaar. Wer das Wort "Geburt" dort sucht, wird (in der übergeordneten Abhandlung) nicht fündig werden; Erst in Detailschauen - einer durchweg typischen Herangehensweise des damaligen Hebräers by the way - wird die Sache erwähnt, aber nicht explizit erörtert. Nicht zu Unrecht heißt es in allen deutschsprachigen Übersetzung des Bereschit (1. Buch Mose/Genesis) stets: "[Er] ... lebte [so und so lang] und zeugte". Würde hier stehen, "er lebte und war Zeuge der Geburt seines Sohnes", wäre das für den religiösen Hardliner eine nicht gerade wohlwollende Formulierung. Glücklicherweise ist dem nicht so, denn in den ersten chronologischen Aufzählungen dreht sich das Augenmerk um die Erschaffung, Entstehung, Schöpfung bzw. Zeugung, wie man es letztendlich nennen will, bleibt jedem selbst überlassen; dieser Akt [der (biolog.) Fekundation] geht nun mal unbestritten der Geburt voraus, und bis zu Noahs Zeiten - bis vor der Sintflut - kann impliziert werden, dass dies in jedem Fall erfolgreich war, ausnahmslos erfolgreich! Warum sollte man also darüber nur ein einziges Wort verschwenden, das schlicht und ergreifend fehl am Platze wäre?
Dass dieser Umstand heutzutage anders ist, führt uns nicht nur zum Thema zurück, sondern es zeigt auch die folgende kleine Erzählung auf, dessen ersten Abschnitt ich hiermit [aus dem Schriftwechsel] zitiere:

Mein Haupttransportmittel ist das Fahrrad und ich fahre täglich 20 km plus/minus damit, überschlägig also wenigstens 6000 km im Jahr. Auch heute war ich wieder mit dem Rad unterwegs und ich fahre bevorzugt Wald- und Feldwege, auch wenn ich tagtäglich gewisse stark befahrene Landstraßen nicht vermeiden kann. Jetzt, Ende Mai, ist die Zeit der Holunderblüte und als ich von Thale kommend über einen holprigen Feldweg fuhr, flogen die Schwalben sehr tief über den Boden. Sie sind wahre Luftakrobaten und ich liebe ihren eleganten Flugstil, der manchmal sehr gewagt scheint und doch nur ganz selten ihnen wirklich gefährlich wird. So ins Fahren und Schauen vertieft lässt es sich wunderbar Nachdenken, der Strom an Gedanken und Gefühlen vereinigt sich dann zu einem neuen Ganzen, wodurch so etwas wie Bewusstsein als Seinsgefühl entsteht. Dann bin ich ganz mit mir eins und im Reinen und reflektiere gleichzeitig über den Zustand der Welt. Am kommenden Samstag haben wir den 4. Juni und dieses Datum, auch wenn ich mir abgewöhnt habe es "zu feiern", ist in meiner Vita der archimedische (Ausgangs-) Punkt meiner persönlichen Geschichte. An einem solchen 4. Juni vor fast auf den Tag genau 65 Jahren hatte meine Mutter eine schwere Geburt - sie soll mich damals regelrecht verflucht haben, wie sie mir später selbst erzählt hat.

Das Leben schreibt seltsame Geschichten, ob das auch ein Umstand ist, der sich über die paar Jahrtausende nach Noah eingeschlichen hatte ist zu vermuten; untermauern will ich es an der Stelle nicht, denn das würde zu langatmig werden. Der Text aus fremder Hand soll deswegen nahezu nahtlos weitergehen.

Mein persönliches Resümee nach all diesen intensiven Jahrzehnten meiner persönlichen Suche nach dem Stein der Erkenntnis (Weisen?): Nimm die flachen Steine und lass sie im rechten Moment über die spiegelglatte Oberfläche des Augenblicks springen und freue dich über jeden Hüpfer mehr, der dir gelingt!

Ich habe ähnlich gleiche Probleme mit Ratschlägen wie mit Dankesbekundungen, von daher ist jeder Einwand von mir genau das was er ist: ein Gefasel, das mit "Ja" beginnt und mit "aber" weitergeht. Da ich kein Freund einer solch voreilig daherkommenden Argumentation bin, belasse ich es beim Schweigen, obgleich ich dafür schon zu viel schrieb. Wohl dann, weiter im Text!

Das ich mit über sechzig noch das Glück habe mit einer 30 Jahre jüngeren, schönen und klugen Frau zu leben, die mir in diesem schon vorgerückten Alter noch zwei wunderbare Söhne schenkte, ist wahrlich ein wunderbares Geschenk! Ich danke dem Karma und/oder den Göttern, wer immer für diese Gnade verantwortlich zeichnen mag, von Herzen! Mein letztes Ziel in diesem Leben ist es jenen Zustand der Gnade noch lange vital am Leben zu erhalten und meinen Söhnen einen schönen Paradiesgarten zusammen mit ihrer Mutter erhalten zu können. Möge unsere Harmonie auf die Welt ausstrahlen und eine kollektive Erleuchtung jenen notwendigen Teil der Menschheit beglücken, der für eine tatsächliche Wendezeit sorgen könnte, in der wir dann unser geniales Raumschiff "Terra Titanic" wieder auf Vordermann bringen können - ohne überhaupt Profite im kapitalistischen Sinn machen zu müssen. War der letzte Satz jetzt zu pathetisch? Glück - liebe Freunde, Feinde, Zeitgenossen - ist unbezahlbar und viele Superreiche sind letztlich arme Schweine...

Um es am Ende abzurunden: Dieser Bei-/Eintrag wäre ohne die Sätze aus der Feder desjenigen, der oftmals mit "Herzlichst Yours franky Frank & happy family" grüßt nicht zustande gekommen. Der letzte Dienstag, an dem ich seine Mail empfing, war im Übrigen auch der letzte Maitag des Jahres 2022, was jetzt aufs gerade Wohl keinen tieferen Sinn ergibt, doch ist es für eine beiläufige Erwähnung allemal gut, immerhin leben Prosa und die Reflexion bekanntlich mit und von Daten, also dem Plural von Datum (für die korrekte Verständnis). Mit anderen Worten ist das Vergangene ein guter, wenn nicht sogar ein profunder Wegweiser (in den Augenblick und für die Schau ins zukünftig Absehbare). 

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* s. ggf. Ulrike Guérots Buch mit dem Titel "Warum Europa eine Republik werden muss!".

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